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Johannes Mang berichtet von seinen Pilgererfahrungen

Johannes Mang, ein Schüler unserer 13. Jahrgangsstufe, pilgerte in den Sommerferien vor dem Schuljahr 2009 / 2010 den spanischen Teil des Jakobsweges.

Am Ende des unseres Jakobswegprojektes besuchte er die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe im evangelischen Religionsunterrichtes, um uns von seinen Erfahrungen zu berichten.

Zu berichten von den täglichen Wegstrecken, von den Blasen an den Füßen, die behandelt werden mussten, um den Weg am nächsten Tag fortsetzten zu können, von den Hausordnungen in den Pilgerherbergen, die man in aller Frühe verlassen muss.

Das sind Erfahrungen, die auch jeder Wanderer im Pfälzer Wald machen kann.

Da gab es aber auch die Erfahrungen, dass sich die Pilger, die sich trafen, sehr schnell Kontakt fanden, sich gegenseitig halfen, auch völlig unbekannten Menschen Geld liehen, die ihr Geld durch einen Diebstahl verloren hatten.

Johannes Mang berichtete auch davon, wie er über viele Wochen täglich 25 bis 30 Kilometer wanderte und wie dieser Tagesablauf zur Routine wurde und wie diese Routine dazu führte, dass sich auch das Denken veränderte. Zunehmend werden Verhaltensweisen unwichtig, die im Leben zuvor sehr wichtig gewesen waren und andere Denkmuster, die zuvor keinen oder nur einen kleinen Stellenwert hatten, werden wichtig. Gedanken klären sich und Zukunftsperspektiven treten klarer hervor. „Dinge, die hier selbstverständlich sind, werden auf dem Camino in Frage gestellt, und man lernt sein Leben erst richtig zu schätzen wenn man eine ganze Zeit lang nicht weiß, was morgen vor einem liegt, wo man schlafen wird und ob man wann was zu Essen kaufen kann.“ Zitat Johannes Mang.

Seine Ausführungen zeigten uns letztlich, dass das Gehen auf einem Pilgerweg nicht nur der körperlichen Fitness dient, sondern vor allem auch der Pflege der eigenen Seele, die in der Hektik des Alltages häufig zu kurz kommt.