GYMNASIUM

Home Archiv Rheinpfalzartikel zur Aufführung "Arsen und Spitzenhäubchen"

Zwei mordende Tanten in der Festhalle

Hugo-Ball-Schüler zeigen „ Arsen  und Spitzenhäubchen"

Vor rund zwei Jahren entschieden sich die Schüler der neuen Theater Arbeitsgemeinschaft des Pirmasenser Hugo-Ball-Gymnasiums, den Klassiker des schwarzen Humors „ Arsen  und Spitzenhäubchen" einzustudieren. Aufgeführt wird das Stück am Montag, 3. November, 19 Uhr, in der Pirmasenser Festhalle.

Mit viel Elan machte sich die junge Truppe an die Arbeit. Schnell zeigte sich, dass auch - oder gerade - eine Komödie hohe Ansprüche an die schauspielerische Leistung ihrer Akteure stellt. Nach vielen Arbeitstreffen, durchprobten Wochenenden  und einer Theaterfahrt ist es nun so weit: Das Lampenfieber steigt, die Aufführung steht vor der Tür.

Das Stück „ Arsen  und Spitzenhäubchen" verspricht einen kurzweiligen Theaterabend. Die äußerst „wohltätigen" Tanten Abby  und Martha Brewster sowie ihre Verwandtschaft verkörpern augenscheinlich das perfekte Bild einer amerikanischen Familie. Zwar fällt der eine Neffe, Teddy, der glaubt, Präsident Roosevelt zu sein, etwas aus dem Rahmen,  und der andere, Jonathan, ist verschw unden. Jedoch ist der dritte, Mortimer, ganz normal, wenn auch einigen sein Job als Theaterkritiker missfällt.

Doch jede Familie hat ihre kleinen Geheimnisse  und Kuriositäten,  und im Fall der Familie Brewster trifft der Spruch „Die haben bestimmt ein paar Leichen im Keller" im wahrsten Sinne des Wortes zu. Denn eines Tages findet Mortimer in der Sitzbank die Leiche eines älteren Herrn. Als seine Tanten ihm dann auch noch erzählen, dass elf weitere im Keller lägen  und das Vergiften von Männern, um diese von ihrer Einsamkeit zu erlösen, zu ihren „Wohltätigkeiten" zählen würde, ist der arme Mortimer völlig aus dem Häuschen  und versucht, die Morde zu vertuschen.

So ist „ Arsen  und Spitzenhäubchen" vor allem als Komödie bekannt geworden. Bitterböse wird hier die amerikanische Gesellschaft mit ihren Wertvorstellungen aufs Korn genommen: Man befördert jemanden mildtätig ins Jenseits  und achtet vor allem darauf, dass er gemäß seiner religiösen Vorstellungen korrekt beerdigt wird. (sa)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.255
Datum: Freitag, den 31. Oktober 2008
Seite: Nr.23
"Deep-Link"-Referenznummer: '4230003'
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