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Fahrten - 2009

Barcelona 2009

Ende August 2009 fand, wie immer im 2-Jahres-Takt, wieder einmal die legendäre, berühmt-berüchtigte und allseits beliebte Studienfahrt nach Barcelona in Nordostspanien statt. Daran nahmen hauptsächlich die Spanisch-Kursler der 12., 11. und 10. Klasse, aber auch einige Ehemalige und Freunde dieser Kurse teil. Wir wurden, nach einer schier endlos langen Fahrt mit geschätzten 98 Raucher- und Pinkelpausen, immer zu zweit oder zu dritt auf die verschiedenen Gastfamilien im Stadtteil Rubi verteilt.

Am ersten Tag, sobald wir über den Kulturschock des "etwas anderen", recht kargen Frühstücks hinweggekommen waren, war zuerst einmal die obligatorische Stadtrund"fahrt", die größtenteils zu Fuß bewältigt werden musste, angesagt. So lernten wir die Ramblas, die wohl prächtigste und touristenbevölkertste Straße Barcelonas, verschiedene eindrucksvolle Kirchen, das geschichtsträchtige Hafenviertel mit dem, vor allem bei den weiblichen Spanischkoryphäen sehr beliebten, Einkaufszentrum Mare Magnum und die bekannteste und eindrucksvollste Kirche Barcelonas, wenn nicht ganz Spaniens, die Sagrada Familia, kennen. Diese Gewaltmärsche konnten wir oft nur mit Hilfe unserer reichhaltigen Fresspakete, die wohl das dünne Frühstück ausgleichen sollten, meistern. Im Anschluss an den Besuch im Hafenviertel gingen wir auch in das dort errichtete Aquarium, das zu den größten, schönsten und artenreichsten in ganz Europa zählt.

Am zweiten Tag fuhr uns der Bus erneut zur Sagrada Familia, welche nicht nur bei den Schülern und Schülerinnen des Hugo-Ball-Gymnasiums bleibenden Eindruck hinterließ. Im Keller des Gebäudes befindet sich ein Museum, welches die Entstehungs- und Baugeschichte dieser Kirche dokumentiert, die selbst nach fast 130 Jahren Bauzeit noch lange nicht vollendet ist. Interessant ist dabei, wie wenig sich zwischen den Barcelonafahrten 2007 und 2009 am Erscheinungsbild dieses Lebenswerks Antonio Gaudis verändert hat. Später fuhr uns der Bus zu einem der schönsten Plätze Barcelonas, dem Park Güell. Dieser großflächig am Berg, zu dessen Fuß sich die Stadt erstreckt, angelegte Park, rund um das ehemalige Wohnhaus Gaudis, zeigt zahlreiche Kunstwerke und Skulpturen dieses einmaligen Künstlers.

Tags darauf zog es uns nach Figueres, einem kleinen, malerischen Städtchen unweit Barcelonas. Der Hauptanreisegrund war das riesige Museum Dalis, einem weiteren, sehr berühmten, nordspanischen Künstler. Dort gab es etliche Gemälde, Skulpturen und Installationen zu bestaunen. Zugegebenermaßen aber lockte uns der riesengroße und fast menschenleere Sandstrand des kleinen Touristenstädtchens Estartit auf dem Weg zurück nach Barcelona mehr. Dort fingen wir nochmals ein paar Sonnenstrahlen ein, spielten Volleyball oder blieben im Meer, bis die Finger runzelig wurden.

Der nächste Tag führte uns nach Montjuic, dem wohl imposantesten Berg Barcelonas, in dessen Umgebung auch das Olympiagelände liegt. Dort gab es auch das erste der beiden großen Fußballstadien Barcelonas zu sehen. Später fuhren wir an den nächsten, sehr einladenden Strand, nach Sitges, von wo aus wir uns nach einigen Stunden aufmachten, um noch den wohl schönsten Blick über die Stadt zu genießen. Tibidabo wird er genannt, der 512 m hohe Hausberg mit Vergnügungspark, hoch oben über dieser Stadt, die uns, besonders an diesem Abend, wohl alle in ihren Bann gezogen hat. Ein unvergessliches Erlebnis. Auch die kleine, aber reich mit goldenen Verzierungen ausgeschmückte Kirche ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Am fünften Tag fuhr uns der Bus aber wieder in die Innenstadt Barcas. Wir schlenderten, wie schon an unserem ersten Tag, über die Ramblas, diesmal aber, um die Markthalle, la Boquería, in der täglich ein riesiger Markt mit allen erdenklichen (und unerdenklichen) Lebensmitteln stattfindet, zu besuchen. Es gab Gemüse, Obst, Stände mit Süßigkeiten im Überfluss, aber auch Fleisch- und Fischstände, an denen auch eher unkonventionelle Dinge wie ganze Schafsköpfe, Gehirne oder Kaninchen mitsamt Fell angeboten wurden. Danach wurden wir auf einer endlos scheinenden Route zu Fuß durch halb Barcelona gescheucht, um weitere kulturell wichtige und seeehr interessante Häuser und Gebäude zu besichtigen. Leider hatten wir nur wenig Sinn für Kultur an diesem Vormittag, denn für den Nachmittag war Shopping angesagt. In mehr oder weniger kleinen Gruppen machten wir die Geschäfte unsicher und erleichterten unsere Geldbeutel um den ein oder anderen Euro. Wem das allerdings zu viel war, der konnte auch das Stadion des FC Barcelonas, genannt Camp Nou, mit all seinen Kabinen, Sitzrängen und Vorhallen besichtigen. Kein Wunder, dass wir an diesem Abend wieder ziemlich müde waren.

Abgesehen von diesem Programm beanspruchte noch etwas einen großen Teil unserer Aufmerksamkeit: die in Bahnhofsnähe gelegene Cervecería. Die "camareros" brachten uns natürlich aber nur eine Sangria pro Abend ;)

Schließlich saßen wir alle müde, gut gebräunt und glücklich im Bus Richtung Heimat; die 10 Stunden Fahrt verschliefen die meisten zum großen Teil.

Barcelona 2009 wurde also genauso wundervoll, lustig und, zugegeben, auch lehrreich wie schon 2 Jahre zuvor. Und 2 Jahre davor. Und bestimmt auch in den folgenden Jahren.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den teilnehmenden Lehrpersonen: Frau Gotthard, Frau Krisch und Herrn Jann.

(GK 13 S Kh / Lilli Stegner)